Deckungsbeitrag

Alexander

Definition: Was ist der Deckungsbeitrag?

Der Deckungsbeitrag (DB) bestimmt den Betrag eines Unternehmens, der zur Deckung der Fixkosten zur Verfügung steht. Er berechnet sich aus der Differenz von Erlös und variablen Kosten und wird als betriebswirtschaftliche Kennzahl zur Erfolgsermittlung und Preiskalkulation genutzt:

  • Deckungsbeitrag = Erlöse – variable Kosten.
  • Erlös (Umsatz) = Verkaufsmenge x Preis

Variable Kosten sind alle Kosten, die sich mit der Produktionsmenge oder dem Beschäftigungsgrad entsprechend ändern.

Bezieht sich der Deckungsbeitrag auf ein einzelnes Produkt, so spricht man vom Stückdeckungsbeitrag (Stückerlösen abzüglich der variablen Kosten pro Stück). Sofern er sich auf die gesamte Absatzmenge bezieht, spricht man vom Gesamtdeckungsbeitrag.

Als Sonderfall gibt es noch den relative Deckungsbeitrag, dieser setzt das Ergebnis der Stückbeitragsrechnung ins Verhältnis zu einem Engpass. Ein Engpassfaktor kann beispielsweises eine begrenzte Maschinenlaufzeit sein, aber auch Personalknappheit aufgrund von Krankheit oder Ferienzeiten.

  • Relativer Deckungsbeitrag = Stückdeckungsbeitrag / Engpassfaktor

Mithilfe des relativen Deckungsbeitrages lässt sich so das optimale Produktionsprogramm bei begrenzten Maschinenlaufzeiten ermitteln.

Einfache Deckungsbeitragsrechnung (Direct Costing)

In der einfachen Deckungsbeitragsrechnung werden die gesamten Fixkosten vom Gesamtdeckungsbeitrag abgezogen:

Umsatzerlöse

– variable Kosten der Produkte

= Deckungsbeitrag I

– gesamte Fixkosten der zu ermittelnden Periode

= Betriebsergebnis

Ist der Deckungsbeitrag gleich hoch wie die Fixkosten hat man den Break-Even Point erreicht. Ist der Deckungsbeitrag höher als die Fixkosten, erwirtschaftet ein Unternehmen Gewinn, sofern er geringer ist als die Fixkosten entsprechend einen Verlust.

Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung

In der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung werden die Fixkosten zunächst in einzelne Bereiche differenziert: Produktgruppen-, Kostenstellen-, Bereichs- und Unternehmensfixkosten. Anschließend werden sie in mehreren Stufen verrechnet.  Somit erhält man detailliertere Erkenntnisse in die Erfolgsstruktur von Unternehmen, die unter Umständen maßgebend für wirtschaftliche Entscheidungen sein können.

Schema der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung:

Umsatzerlös                                        Produkt A        Produkt B        Produkt C

– variable Kosten________

=Deckungsbeitrag I

-Produktionsfixkosten____

=Deckungsbeitrag II

-Unternehmensfixkosten__

=Deckungsbeitrag III

 

Summe der Deckungsbeiträge

-Unternehmensfixkosten______

=Betriebsergebnis

Der mehrstufige DB kann entsprechend um mehrere Stufen erweitert werden (Bereichsfixkosten, Produktgruppenfixkosten etc.)

Nutzen der Deckungsbeitragsrechnung

Der Deckungsbeitrag ist ein unerlässliches Werkzeug, um den Break-Even-Point (Gewinnschwelle) zu ermitteln, der Punkt, an dem die Kosten und Erlöse gleich hoch sind.

Deckungsbeitragsrechnung dient als Instrument zur optimalen Preiskalkulation der Produkte. So können Mindestpreise festgelegt werden, aber auch einen Überblick verschaffen werden, welche Produkte unwirtschaftlich sind, bzw. auf welche Produkte sich ein Unternehmen gemäß Pareto-Prinzip fokussieren soll.

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